Versprechen, Gesetze und Schwerpunkte der Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreichs (PPÖ)
Hinter der weltweiten Pfadfinderbewegung stehen grundlegende Ideen, die der Gründer der PfadfinderInnen, Robert Baden-Powell, unter anderem in seinen Büchern niedergeschrieben hat. Die Gesetze und Schwerpunkte aller PfadfinderInnen auf der ganzen Welt gründen auf diesen Ideen. Zudem versprechen alle PfadfinderInnen das gleiche.
Das Versprechen
Es gibt etwas, das uns Pfadfinder und Pfadfinderinnen verbindet. Wir haben einander in einer feierlichen Zeremonie, dem so genannten Versprechen, versprochen, nach dem Pfadfindergesetz zu leben. Das ist ein wenig eigentümlich, denn wer wird schon gefragt, ob er sich an Gesetze halten möchte?
Ein Gesetz ist normalerweise für alle gültig, die es betrifft, da gibt es keine Wahlmöglichkeit.
Die PfadfinderInnen aber versprechen sich feierlich sich an ein Gesetz zu halten. Dadurch wird die Bedeutung verstärkt, dass es im Leben einen höheren Bestand haben soll.
Der Text des Versprechens für die Wichtel und Wölflinge (7-10-jährige) lautet:
"Ich verspreche so gut ich kann ein gutes Wichtel (ein guter Wölfling) zu sein, nach unseren Gesetzen zu leben und bitte Gott mir dabei zu helfen."
Für die Pfadfinder und Pfadfinderinnen ab 10 Jahren lautet das Versprechen wie folgt:
"Ich verspreche bei meiner Ehre, dass ich mein Bestes tun will, Gott und meinem Land zu dienen, meinen Mitmenschen zu helfen und nach dem Pfadfindergesetz zu leben."
Bei den Pfadfindern ab 16 Jahren (Ranger und Rover) ist es oft Brauch, dass die PfadfinderInnen zusätzlich ihren eigenen Versprechenstext formulieren.
Die Formulierung "Gott und seinem Land zu dienen" ist oft missverständlich.
Gott zu dienen bedeutet, ihn ihm Leben nicht auszuklammern, sondern zu versuchen, ihn auch in unserer schnellen und von Technik und Wirtschaft beherrschten Zeit wahrzunehmen.
Seinem Land zu dienen bedeutet nicht bedingungsloser Gehorsam. Es bedeutet bewusst zu machen, was in unserer Heimat gut und schützenswert ist und was geändert und verbessert werden muss. Auch Kritiker dienen ihrem Land, oft mehr als alle anderen.
Die Gesetze und Schwerpunkte
Das Pfadfindergesetz besteht aus acht Sätzen. Diese werden in acht Schwerpunkten zusammengefasst, die einen wesentlichen Teil der Jugendarbeit ausmachen. Sie bilden wichtige Bestandteile des Programms, sowohl in den Heimstunden als auch auf den Lagern.
|
|
LEBEN AUS DEM GLAUBEN"Der Pfadfinder / Die Pfadfinderin sucht den Weg zu Gott." |
|
|
VERANTWORTUNGSBEWUSSTES LEBEN IN DER GEMEINSCHAFT"Der Pfadfinder / Die Pfadfinderin ist treu und hilft, wo er / sie kann." |
|
|
WELTWEITE VERBUNDENHEIT"Der Pfadfinder / Die Pfadfinderin achtet alle Menschen und versucht sie zu verstehen." |
|
|
KRITISCHES AUSEINANDERSETZEN MIT SICH SELBST UND DER UMWELT"Der Pfadfinder / Die Pfadfinderin überlegt, entscheidet sich und handelt danach." |
|
|
EINFACHES UND NATURVERBUNDENES LEBEN"Der Pfadfinder / Die Pfadfinderin lebt einfach und schützt die Natur." |
|
|
BEREITSCHAFT ZUM ABENTEUER DES LEBEN"Der Pfadfinder / Die Pfadfinderin ist fröhlich und unverzagt." |
|
|
SCHÖPFERISCHES TUN"Der Pfadfinder / Die Pfadfinderin nützt seine / ihre Fähigkeiten." |
|
|
KÖRPERLICHE LEISTUNGSFÄHIGKEIT"Der Pfadfinder / Die Pfadfinderin führt ein gesundes Leben." |







