Akte X - Auf der Suche nach dem gelben Sinn

Alienangriff auf die Neuburg!!!

raucherfüllter Eingangsbereich, ein Alien betritt den Raum

Das Gelbe vom Ei – oder ein gelber Sinn auf Umwegen
Bericht vom WiWö-Grundlagenseminar (17. bis 19. April 2009)


Schlussendlich, nach langem Warten, war es soweit und ich konnte das erste Grundlagenseminar meines Lebens besuchen. Die Vorfreude wurde nur minimal durch die lange Anfahrt getrübt – Tiroler sind halt doch immer „auf der anderen Seite“. Aber irgendwann hatte ich die 2 ½ Stunden Fahrtzeit hinter mir. Ich parkte, schnappte mir meinen Rucksack und begab mich den kurzen Weg hinauf zum Landespfadfinderheim

Nach einem zackigen „Hallo alle miteinander“ und heftigem linken „Handgeshake“ wurden wir leicht müden TeilnehmerInnen von zwei echten Hardcore FBI-Agents aufgeweckt. Es ging tatsächlich um viel mehr als nur ein einfaches Grundlagenseminar, es ging um ALLES: DIE WELT. Unzählige Male hatten wir Pfadfinder die Welt schon gerettet, und auch diesmal sollten wir die Auserwählten sein. Spezialisten waren gefragt, die genau wussten, was der „gelbe Sinn“ ist, denn nur mit dem konnte man die Aliens, die akut die Neuburg und die ganze Welt bedrohten, besiegen.

Voller Tatendrang durchliefen wir ein 5-Sinne-Trainingsprogramm mit gefährlichen Aufgaben wie blindem Schneiden von Namensschildern und dem Erriechen von gleichen Düften. Niemand schloss aus, dass die seltsamen Wattebäusche nicht mit Chloroform oder gar tödlichen Substanzen getränkt waren. Manche rochen sehr verdächtig!
Als wir unser Training hinter uns hatten, unsre Sinne geschärft und unsre Kreativität geweckt war – da sollten wir auch schon den gelben Sinn aus unsrem tiefsten Herzen reißen und dem mutigen FBI als Munition zur Verfügung stellen. Da wir alle durch und durch WiWö und Pfadfinder waren, funktionierte der Plan bis ins Detail und die erste Welle der Aliens konnte erfolgreich abgewehrt werden. Natürlich blieben wir aber noch länger auf der Neuburg, damit das FBI von uns lernen konnte; so wie wir von ihnen lernten.


die Teilnehmer vom Grundlagenseminar Teil 1 in der Spieleeinheit: alle lachenEin wenig aus der Geschichte des Angriffs ausbrechend, lernten wir anschließend über unsere Bedeutung als Leiter, über die Kinder und wie wir besser zu ihnen durchdringen können. In Teamarbeit erarbeiteten wir Heimstunden, stellten diese unseren Mit-Teilnehmern vor und erlebten selbst das Gefühl als Kind in einer Heimstunde zu stecken. Auch erfuhren wir, wie es ist, etwas mit zu entscheiden oder wann es besser ist, wenn der Leiter alleine Entscheidungen trifft.Frau als Rabe verkleidet mit Papierschnabel und schwarzem Umhang
Zwischendurch wurden wir ausgezeichnet vom Küchenteam verköstigt, und hatten auch einige Zeit für gemütliches Relaxen in der Sonne.
Es gab eine extra Spiele-Einheit und bevor wir uns am Samstag ans Lagerfeuer setzten, gingen wir noch gemeinsam den Haushügel hinauf zu den Ruinen, begleitet von einer kleinen Geschichte zum Nachdenken.
Die Lagerfeuerstimmung war ein Hammer, und ganz pfadfindertypisch blieben viele noch sitzen zum Singen und zum, nun ja, Schreien.
Natürlich mussten wir auch putzen, aber das gestaltete sich erträglich – denn immerhin wartete am Ende auf uns viel Lob der beiden FBI-Agents... und dann durften wir gehen. Mussten wir gehen. Ich wäre gerne noch geblieben.
Und ich werde wiederkommen, es juckt mich schon richtig in den Fingerspitzen, wenn ich an November denke! Bis dahin werde ich die Erinnerungen an das Wochenende behalten und das Gelernte so gut als möglich ein- und umsetzten.
Bis zum nächsten Mal!

Sebastian Daxner, Pfadfindergruppe Innsbruck Hötting

Zurück