Iglubauseminar 2009

"Misstraue der Macht der Gewohnheit... nur wer Ballast abwirft, hat Elan für die Zukunft..."
Weisheit der Eskimos

 

Erfahrungsbericht der Pfafinder Alberschwende

 

Dies war nur eine der Erfahrungen die wir 19 Teilnehmer beim Igluseminar
machen sollten. Pünktlich, hoch motiviert, mit vielen Tierhäuten aller Art (auch Goretex!) bekleidet und mit Schneeschuhen und Kochtöpfen bewaffnet machten wir uns am 24.Jänner 2009 auf den Weg auf die Alpe Garnitza in Laterns um dort eine geeignete Stelle für unser Nachtquartier zu finden. Für die meisten war es eine absolut neue Art der Übernachtung und wir blickten ihr gespannt entgegen. Bei strahlendem Sonnenschein begannen wir nach einer kurzen Instruktion, durch den Profi Thomas, an der geeigneten Stelle mit der Elefantengymnastik. Dadurch wurden unsere Beine schwerer und der Untergrund härter damit wir unsere Ziegelsteine herausschneiden konnten. - und wir brauchten viele davon!



Iglus in Laterns

Bereits nach kurzer Zeit nahmen unsere Iglus Gestalt an. Wir schnitten wie wild einen Schneeziegel nach dem anderen aus dem Boden und hätten niemals gedacht, dass wir selbst nach so vielen Stunden noch immer kein Dach über dem Kopf haben. Es sieht ganz einfach aus, doch wer nicht steil genug nach innen baut wird bald das Problem haben, dass wir eigentlich alle hatten: Die Iglus sind zu hoch. Und nur mit größter Mühe und viel körperlichem Einsatz konnten wir in den späten Nachtstunden das erste Iglu fertig stellen. Leider blieb es auch bei diesem Einen, was aber nichts daran änderte, dass wir Pfadis die Meister im Improvisieren sind. Und so hatten wir alle nach dem gemeinsamen Abendessen am Lagerfeuer eine originelle Unterkunft mitten im Schnee! Die Nacht in der Wildnis war größtenteils ruhig und jeder war froh bei den eisigen Temperaturen in seinem Schlafsack zu liegen.

Doch schon bald sollte sich das ändern und der eine oder andere fragte sich vielleicht am Morgen: „Wie zieht sich ein Eskimo wohl an?“ Die Antwort muss in etwa lauten: „So schnell wie möglich!“ Da die Meinung entstand, im falschen Iglu zu liegen, weil das Dach am Morgen fehlte, wurde am Sonntag zügig mit dem Abbruch begonnen und unsere Wunderbauten ein letztes Mal bestaunt. Wir waren uns alle einig, dass wir mehr Übung brauchten. Bevor wir uns dann auf den Weg zurück in die Zivilisation machten gab es aber noch eine nahrhafte Wegzehrung vom Chef de Cuisine Thomas: Porridge à la Bolognese! ;-) Alleine diese Farbkombination schreit bereits nach einer Wiederholung dieses Seminars!

Zurück