Quo Vadis die PWA in der Zukunft...
Eine spannende Frage… Teile der Wissenschaft und Medizin streben nach dem perfekten Menschen und empfehlen daher Normausbrechern schon im Mutterleib: „Bleibt uns fern.“ Jetzt kann man natürlich diskutieren was ist Norm und wie viel Prozentpunkte darf man davon abweichen. Doch ist es nicht auch die Norm, die unser Leben langweilig gestaltet? Und was passiert mit den Menschen, die während des Lebens durch Krankheit oder Unfall „abnorm“ werden?
Pfadfinder Wie Alle heißt: Menschen mit körperlicher und/oder geistiger Beeinträchtigung leben nach den 8 Schwerpunkten der Pfadfinder und Pfadfinderinnen – nur die Bandbreite des Erlebten reicht vom Wichtel/Wölfling bis zum Ranger/Rover. Seit ich selbst bei den PWA als Pfadfinderleiter tätig bin, habe ich Emotionen erlebt, die mir bis dahin im Alltag unbekannt waren. Kleinigkeiten des alltäglichen Lebens können dich erfreuen, wenn du sie bewusst erlebst… Stiegen steigen kann zu einem Erfolgs-Erlebnis werden, das wir nur aus Sportübertragungen kennen… Und „Zeit“ ist sowieso relativ.
Der Mensch als Individuum soll unserer Gesellschaft erhalten bleiben, die Pfadfinder sollen ihre Werte nicht aus den Augen verlieren – aber mit der Zeit gehen. Das bedeutet Veränderung und Veränderung bedeutet Leben. Lassen wir jeden so leben, wie es im gefällt, fordern und fördern wir jede einzelne / jeden einzelnen und versuchen, nicht die Natur zu überlisten, in dem wir glauben, wir können Behinderungen verhindern.
Dann denke ich hat die PWA auch in Zukunft genügend Mitglieder, die gemeinsam ihre Gruppenstunden, Lager und Aktionen erleben, die ein bisschen anders sind als unser gewohntes Bild und uns zeigen, dass Individualität doch die beste Zukunft ist.
Thomas Opava - PWA Landesbeauftragter