Was mach ich am Sommerlager?
Leben aus dem Glauben am Sommerlager!
Der Rahmen Sommerlager bietet sich für Leben aus dem Glauben besonders an. Alle Jahre wieder wird mit Bedacht an Hand eines Themas und unter zu Hilfenahme der Schwerpunkte das Programm fürs Sommerlager von Leiter/innen vorbereitet. Ein besonderes Augenmerk legen viele von euch auf den Schwerpunkt, Leben aus dem Glauben.
Leben aus dem Glauben aktiv leben und erlebbar machen, bringt mit sich, dass wir Zugang zu einer anderen Welt, einer anderen Ebene oder zu Gott suchen und in einem speziellen Rahmen Kontakt aufnehmen - in einem Gebet, mit einem Text oder in einer kleinen Feier.
So kann ein speziell dafür gestalteter Ort - wie Altar oder Mittelpunkt mit Kerzen, Blumen, Tüchern, Bildern oder Symbolen wie Kreuz oder Schale mit Gegenständen aus der Natur usw.- den Rahmen für aktives Leben aus dem Glauben sichtbar machen.
Die Christen der Frühzeit erhoben die Hände zum Gebet, heute bekreuzigen sie sich, Russisch Orthodoxe Christen werfen sich auf den Boden, Muslime knien gegen Mekka und verbeugen sich, Hindus heben die gefalteten Hände gegen die Stirn,…
Es ist egal ob wir im Kreis stehen, auf den Fersen sitzen, knien, die Arme verschränken, die Hände falten oder öffnen. Immer ist es eine Haltung, eine Gebärde des Grußes und der Bereitschaft, die das Gebet oder den Text begleiten und vertiefen helfen.
Eingebaut werden kann Leben aus dem Glauben auf einem Sommerlager fast überall. Beginn und Ende sollen erkennbar werden mit einer Ansage durch den/di Leiter/in.
Beispiel: ruhig Stehen in einem Kreis am Morgen kann der Rahmen für ein Gebet oder einen kurzen Text sein, mittags vor dem Essen inne halten für ein Tischgebet oder zum Abschluss eines Lagerfeuers nochmals bewusst still werden für ein Dankgebet
Nach wie vor aber bietet sich gerade der Sonntag an, um gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen einen Wortgottesdienst zu erarbeiten und zu feiern.
Wir möchten euch mit ein paar Gebeten, Texten und Impulsen die Sommerlagervorbereitung damit unterstützen.
Gebete, Geschichten, Impulse,…
Im Anfang war das Zelt,
und Gott war im Zelt, das Zelt war die Welt.
Gott war im Zelt, aber wir erkannten ihn nicht.
Würden wir ihn heute erkennen? - am Lagerfeuer, bei der Nachtwanderung, in Gesprächen, beim Essen austeilen, im Krankenzelt, beim Singen und Spielen?
Wie müsste er aussehen und woran würden wir ihn erkennen?
Vater,
mit meinen Schuhen gehe ich über deine Erde.
Du hast sie mir anvertraut.
Ich darf deine Schöpfung nicht zertreten und zerstören:
Es ist heiliger Boden, und jeder Teil davon soll auch mir heilig sein.
Ich will die Natur in ihrer Vielfalt schützen
und allen Menschen will ich Schwester oder Bruder sein.
J. Kuhn
Herr, du hast uns gesagt:
“Ich bin gekommen, Feuer auf die Erde zu werfen und ich will, dass es brennt.”
Wir sehen das Feuer brennen, wir sehen wie die Funken sprühen.
Und wir spüren: So vielleicht hast du es gemeint.
Wir selber sollen sprühen wie die Funken des Feuers.
Doch wie armselig ist oft unser Leben!
Wie klein ist unsere Hoffnung und unser Mut!
Gib uns dein Feuer, damit es unsere Herzen entzündet.
Dann wird die Welt um uns herum ein wenig anders.
Dann werden die Menschen durch uns erwärmt und ermutigt zum Leben,
zur Liebe und zum Glauben an dich. Amen.
(Wegzeichen)
Das Feuer
Da waren ein paar Männer, die saßen eines Tages im Gespräch zusammen.
Als nun der Abend kam und die Dunkelheit hereinbrach, trugen sie Holz
herbei zu einem Holzstoß und entfachten ein Feuer.
Da saßen sie miteinander, die Glut des Feuers wärmte sie, und der
Schein der Flammen erhellte ihre Gesichter. Da war aber einer unter ihnen, der wollte nicht länger im Kreis bei den anderen sitzen, sondern für sich allein. So nahm er einen brennenden Holzspan vom gemeinsamen Feuer und setzte sich damit abseits, fern von den anderen. Der glimmende Span leuchtete auch ihm und strahlte Wärme aus. Bald aber ließ die Glut nach, und der alleinsitzende Mann spürte erneut die Dunkelheit und die Kälte der Nacht. Da besann er sich und nahm das schon erkaltete Stück Holz und trug es zurück in die Glut des großen Feuers, wo es sich erneut entzündete und Feuer fing und zu brennen begann. Und der Mann setzte sich wieder in den Kreis der anderen. Er wärmte sich auf, und der Schein der Flammen erhellte sein Gesicht.
(Sinndeuter)
Wie ein Kompass in meiner Hand,
so liegt dein Wort, Herr, in meinem Geist.
Ich kann mich auf dich verlassen, weil du ehrlich bist.
Du begegnest mir ohne Hintergedanken.
Dein Rat ist zuverlässig. Deine Freundschaft ist belastbar.
Du zeigst mir den Weg und lässt mir die Freiheit für eigene Entscheidungen.
Geh mit mir durch das ganze Leben und begleite mich überall, wohin ich unterwegs bin.
J. Kuhn
In dir, Herr, bin ich geborgen.
Du bist für mich das Zelt,
das mich vor dem Regen schützt,
du bist der Ort, an dem ich Ruhe finde.
Deine Türen sind für mich immer offen.
Unter deinem Dach finde ich Liebe
und Gastfreundschaft.
Lass mich niemals vergessen,
wie wichtig du für mein Leben bist.
Nimm mich auf wie ein Zelt,
in dem ich unterwegs zu Hause bin.
J. Kuhn
Ablauf - Wortgottesdienst
- Eröffnung
Eingangslied
Kreuzzeichen / Begrüßung / Vorstellung
Einstieg ins Thema z.B. durch Fragen, Rollenspiele, Meditation, ... - Wortgottesdienst
Lied
Evangelium oder Text
Deutung - z.B. Predigtgespräch, Rollenspiel, Dialog, Aktionen...
Fürbitten - z.B. frei sprechen, gemeinsamer
Lied
Vater unser - Abschluss
Friedensgruß – z.B. Hände überkreuzt in Pfadimanier
Abschlusslied
Interessantes findet ihr auch unter:
http://www.dpsg-koeln.de/fuer-dich/publikationen/dv-flyer/
oder kann angefordert werden unter:
spiriteam@pfadis-vorarlberg.com
Anita und Irmgard / Spiri-Team