Zivilcourage!!! Courage – Mut haben
„Schau nicht weg und sag deine Meinung!“

Wenn man als ErwachseneR oder JugendlicheR „Mut im täglichen Leben“ haben soll, kann das schon als Kind geübt und gelernt werden. JedeR kann lernen „NEIN“ zu sagen, oder auch in der Gruppe seine Meinung offen auszusprechen und das ist der erste Schritt zur Zivilcourage.
Zivilcourage ist nicht angeboren, wir müssen dieses Verhalten erst lernen. Wir haben ein paar Tipps für dich, die dir helfen, zivilcouragiert zu handeln:
Fange ganz klein an und traue dich immer weiter.
Zunächst kannst du z.B. in deinem Freundeskreis üben, immer deine Meinung zu sagen, auch wenn alle anderen anderer Meinung sind. Also z.B. alle wollen ins Kino, du aber lieber zum Skaten. Dann sag´ das auch.
Oder auch gegenüber deinen Eltern, sag ihnen, dass du heute nicht so gut gelaunt bist und lieber nicht reden möchtest, oder dass du lieber in ein anderes Land auf Urlaub fahren würdest.
Du wirst sehen, je öfter du es schaffst, in vertrautem Umfeld deine Meinung zu vertreten, umso besser gelingt es dir auch in anderen, weniger vertrauten Situationen.
(Zitat: RataufDraht)
Dass heißt für mich aber auch, dass es total wichtig ist, unsere Wichtel und Wölflinge auch in dieser Richtung zu schulen. Damit sie Mut haben können – Mut einmal STOP zu schreien – Mut jemandem zu helfen – Mut hinzusehen statt wegzusehen und keine Angst zu haben vor dem Helfen – oder auch nur Mut haben den Notruf zu wählen und Profis zu holen.
Geben wir den Kindern Raum ihre Meinung zu sagen. Hören wir ihnen zu, damit sie sich auch trauen einmal etwas zu sagen. Stärken wir ihnen den Rücken, damit sie den Mut finden den Mund aufzumachen. Die Wichtel und Wölflinge müssen lernen, dass es „passt“ wenn sie in unserem Kreis mitreden oder auch mal gegen den Strom zu schwimmen und was anders zu machen als die anderen. Dann können sie auch später in anderen Situationen aufstehen und ihre Meinung sagen.
Bei diesem Thema fällt mir auch sofort „Demokratie in der WiWö-Stufe“ ein, dazu ein paar Anregungen aus der WiWö-Pedia:
Herzmethoden 
• Schaffe eine persönliche Beziehung zu deinen WiWö und gehe auf jedes einzelne Kind ein.
• Nimm deine WiWö ernst.
• Gib deinen WiWö Zeit zum Erzählen.
• Stellt gemeinsame Regeln auf.
• Gib deinen WiWö bei einer Abstimmung zwei bis drei Auswahlpunkte, um sie nicht zu überfordern.
• Lass die WiWö ihre Stimmung durch verschiedene Smilies ausdrücken.
• Vorschläge auf Plakaten kannst du auch spontan mit Punkten bewerten lassen.
• Gebete und Fürbitten können Rückmeldungen für dich sein.
Hirnmethoden 
• Diskussionsrunden oder Meckerrunden, bei denen alle sagen dürfen, was ihnen nicht passt
• "Blitzlicht" – reihum kann jedes Kind eine kurze Antwort auf eine vorgegebene Frage geben. (Es muss auch nicht der Reihe nach gehen – werft euch doch einen Ball zu!)
• Tortenecken: Die Torte hat sechs Felder mit sechs verschiedenen Fragestellungen. Die WiWö würfeln reihum und beantworten die entsprechende Frage.
Handmethoden 
• Beschwerdebriefkasten – der wird dann gemeinsam geleert und besprochen.
• Steckbrief mit Fragen "Was mir nicht so gut gefällt, was ich nicht so gerne mache, mein Lieblingsspiel, was ich mir bei den WiWö noch wünsche, usw."
• Lagerzeitung – jeder Artikel ist eine Rückmeldung!
• Puppentheater: Handpuppen/Geister/Totems etc. als Sprachrohre der WiWö
• Erleben statt Reden
• Kerzenreflexion: Eine angezündete Kerze bedeutet Zustimmung/gut gefallen, eine ausgeblasene das Gegenteil.
• Rollenspiele: Situationen, die Probleme bereiten, in Rollenspielen nachspielen und aufarbeiten
• Dschungelbuch/Waldenland: Geschichten als Entscheidungshilfen (z.B. Ratsfelsen/Wichtelnacht)
Alles was wir in unserer WiWö-Arbeit machen, um aus den Kids selbstbewusste, mutige und starke Jugendliche zu machen hilft auch deren Zivilcourage weiter.
Und wenn wir uns das Ziel der PfadfinderInnen mal genau anschauen, dann müsste eigentlich jeder „erwachsene“ Pfadfinder jede Menge Zivilcourage haben… …
"Wir wollen helfen, junge Menschen zu bewussten Staatsbürgern und eigenverantwortlichen Persönlichkeiten zu erziehen, die aus dem Glauben ihre Aufgabe in Familie, Beruf und Gesellschaft erfüllen."
(aus der Verbandsordnung der PPÖ, Punkt 1.2 Ziel)
Hier kommt noch ein kleiner Buchtip für Kinder:
Elisabeth Zöller
» Kim kann stark sein «
ISBN 978-3-7855-5496-8